Eisenreformation

  • Die Eisenreformation begann 1971 in Berlin. 1971 wurde an der Charité Universitätsmedizin Berlin eine wichtige Erkenntnis der Universitätsklinik Innsbruck von 1957 bestätigt: Auch schon das von der Schulmedizin übersehene Frühstadium von Eisenmangel (Eisenmangelsyndrom) kann zu Eisenmangelsymptomen führen, die durch Eiseninfusionen in der Regel in wenigen Wochen verschwinden. Die grösste und älteste Universität Europas (Berlin) hat die Erstbeschreibung des Eisenmangelsyndroms von Innsbruck nicht nur bestätigt, sie veröffentlichte damals sogar ein Lehrbuch darüber. Die Schulmedizin irrt sich: Eisenmangel kann nicht erst in seinem Spätstadium (Eisenmangelanämie) manifest werden, wie die Schulmedizin behauptet und sogar auch lehrt.

Obwohl der Autor Professor Brüschke schon damals an die Ärzte aller Fachrichtungen appelliert hat, ihre Eisenmangelpatienten rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, wurde von der global organisierten Schulmedizin diese wichtige Berliner Erkenntnis den Ärzten und Patienten bis heute schulterzuckend vorenthalten. Man darf davon ausgehen, dass die Eisenreformation 1971 in Berlin entstand, obwohl sie sich erst vierzig Jahre später in der Schweiz durchsetzen konnte. Das Lehrbuch von Professor Brüschke ist längst vergriffen. Deshalb wurde es 2016 in der Schweiz nachgedruckt: Ein Muss für alle Ärzte! (Zweite Auflage, Verlag aude curare).

Nach der Basler Wiederentdeckung des Eisenmangelsyndroms und dessen Therapieerfolg durch Eiseninfusionen (1998) dauerte es sieben Jahre, bis sich die Eisenreformation nach der Entwicklung des Swiss Iron System SIS von Basel aus über die Schweiz verbreiten konnte – inzwischen aber auch schon über ihre Grenzen hinweg bis nach Deutschland, Österreich und Russland.

Die Schweiz ist das erste eisenreformierte Land, in welchem Eisenmangelpatienten (vor allem Frauen im Menstruationsalter und Kinder) das ihnen fehlende Eisen rechtzeitig bekommen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die 2007 entstandene Swiss Iron Health Organisation SIHO.